YesterPlay: Chase H.Q. (Arcade, Taito, 1988)

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„This is Nancy at Chase Headquarters…“ wer sich öfter mal in eine Spielhalle verirrte, wußte was dieser Funkspruch zur Folge hatte: Frenetische Verfolgungsjagden bei Höchstgeschwindigkeit mit feinstem Sprite Scaling!

Ähnelt es auf den ersten Blick noch sehr Segas „OutRun“, ist „Chase H.Q.“ tatsächlich der erste Teil einer sehr populären Serie von Rennspielen, in denen es nicht darum geht, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sondern darum ein bestimmtes Fahrzeug genau daran zu hindern. Dazu jagt man wie die gesengte Sau im Straßenverkehr  über die 5 Strecken des Spiels, versucht an Gabelungen immer die Route zu erwischen, die einem an schnellsten zum verdächtigen Fahrzeug bringt und befördert dieses dann durch beharrliches Rammen und Stoßen aus dem Verkehr, notfalls mit dem Einsatz von Turboboosts.

Die wilde Gangsterhatz war so beliebt, dass sie auf so gut wie jedes System portiert wurde und auf diesen diverse Nachfolger und Spinoffs erschienen. In der Spielhalle wurde die Serie im folgenden Jahr mit dem Spiel „S.C.I. (Special Criminal Investigation)“ und 1992 mit dem Titel „Super Chase: Criminal Termination“, bei dem das Geschehen ähnlich wie bei Segas „Rad Mobile“ in die Cockpitperspektive verlegt wurde, fortgesetzt. Erst 2007 folgte mit dem offiziellen „Chase H.Q. 2“ ein direkter Nachfolger des ersten Spiels in den Spielhallen.

Die einzige Veröffentlichung der Spielhallenversion des Spiels für Heimkonsolen kam übrigens 2007 auf der exklusiv in Japan erschienenen Sammlung „Taito Memories 2 Gekan“ heraus, leider auch nur für die PS2.

„Chase H.Q.“ macht sich alles Gute aus Segas „OutRun“ zu eigen und packt nochmal eine gehörige Schippe Action oben drauf, wie man hier sieht, ist die Mischung ein verdammt gutes und extrem kurzweiliges Spiel! Besonders in Erinnerung geblieben ist es mir aber auch wegen der vielen Sprachsamples, die im Spiel immer wieder zu hören sind, in diesem Umfang hatte ich das vorher noch bei keinem Spiel erlebt.

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