Neues zur kommenden AtariBox

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Atari hat allen Abonnenten des entsprechenden Newsletters neue Bilder und Info zur Mitte des Jahres vorgestellten „AtariBox“ zukommen lassen, der einige Fragen beantwortet. So ist nun eindeutig geklärt, dass es sich bei der neuen Konsole um einen kleinen Linux-PC auf Basis eines AMD-Prozessors mit integriertem Radeon-Grafikchip handelt, die Konsole wird also alle klassischen Spiele emulieren, wie es die ganzen anderen Atari-Emulationskonsolen auch tun. Darüber hinaus soll die Box auch Streaming, Soziale Medien, Internetbrowsing, usw. bieten, was aber dank Linux keine Kunst ist.

Detail der Oberseite der AtariBox

Zusätzlich zur Emulation klassischer Spiele plant Atari wohl Verträge mit anderen Entwicklerstudios und Publishern, um deren Spiele auch auf der AtariBox veröffentlichen zu können. In Anbetracht der zu erwartenden Rechenleistung kann man aber davon ausgehen, dass es sich hier auch eher um ältere Spiele oder solche aus dem Indiebereich handeln wird, für AAA-Titel dürfte eine intergrierte GPU nicht stark genug sein.

Etwas schlucken musste ich bei der Preisangabe: Zwischen 249 und 299 US$ soll die Konsole, die in Kürze über Indiegogo finanziert und im „späten Frühling“ versendet werden soll, kosten. Bedenkt man, dass Preis in den USA üblicherweise ohne die Steuern angegeben werden und oft 1:1 für Europa umgerechnet werden, würde das einen Einführungspreis von 300 bis 350 € bedeuten, was ich in Anbetracht der inzwischen schier unüberschaubaren Anzahl an Konsolen und Handhelds mit Atari-Branding für reichlich viel halte.

AtariBox in der „Wood Edition“ aus echtem Holz

Zu guter Letzt weist Atari noch darauf hin, dass die Frontblende der „Wood Edition“ tatsächlich aus Holz bestehen soll. Davon kann man halten was man möchte, ich bin kein Freund davon. Auch bittet Atari um Euer Feedback über die sozialen Medien.

Was wäre denn Euer Feedback, wie denkt Ihr über die „neue“ Atari-Konsole? Top oder Flop?

 

2 Kommentare

  1. Ich denke, dass der Schuss nach hinten losgehen wird – besonders angesichts des völlig überhöhten Preises. Womit wollen sie den rechtfertigen? Mit den vorinstallierten Spielen, über dessen Lizenzen sie selbst verfügen? Mir fehlt der Grund, warum ich unbedingt eine Streaming-Konsole mit alter Technik, die aber zu neu ist um ein Retro-Gefühl zu vermitteln haben muss. Und warum ich dafür mehr, als für eine Konsole der neuesten Generation hinblättern soll…

    1. Da kann ich dir nur zustimmen. Schon bei den Mini-Retrokonsolen von Nintendo, finde ich die UVP von ca. 70 Euro grenzwertig. Für 300 Euro bekomme ich ja eine PS4. Da muss ich noch nicht mal überlegen. Retro-Liebe hin oder her. Auch wenn neue Titel dafür entwickelt werden sollten, kann ich mir nicht vorstellen, dass es sich durchsetzt.

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