Project: Retro – aktuelle Neuigkeiten

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Gestern Abend hatte ich mal wieder Zeit und Muße, an meinem Retro-PC zu basteln. Aber ich will erst mal kurz erzählen, was seit dem letzten Mal passiert ist:

Nachdem sich das dritte Biostar-Mainboard ja beim BIOS-Update selbst ausgeknockt hat, habe ich zuerst ein Gigabyte GA-6BXC als Austausch ergattert. Dummerweise hatte ich da nicht an dran gedacht, dass in mein HP-Gehäuse ja nur µATX-Mainboards passen, keine normalen ATX-Boards. Leider war die Auswahl an µATX-Platinen im Netz inzwischen sehr dürftig und teuer, weswegen ich beschloss, statt einem weiteren Board diesmal einfach ein passendes Gehäuse zu bestellen. Die Cooltek X1 Miditower gefielen mir ganz gut und waren mit 25€ pro Stück auch preislich im Rahmen. Da ich eh vor hatte, alle Kisten mal in einheitliche Gehäuse zu packen, habe ich gleich 2 bestellt, wohl wissend und in Kauf nehmend damit auf Diskettenlaufwerke verzichten zu müssen. Kurz darauf habe ich doch noch ein Elitegroup P6BAT-A+ bei Ebay Kleinanzeigen erstanden, in der Hoffnung doch noch einen Nutzen für mein HP-Gehäuse zu haben.

Zurück zu gestern Abend: Diese Hoffnung hat sich schnell zerschlagen, denn das Elitegroup-Board ist zwar kleiner als andere ATX-Boards, aber dennoch kein µATX, es passte also nicht ins HP-Gehäuse. Also habe ich eins der Cooltek-Gehäuse ausgepackt und es da rein gebaut. Was sich schlussendlich als reine Zeitverschwendung entpuppte, denn auch dieses Mainboard schien defekt zu sein.

Ganz ehrlich, ich habe langsam einen Hals der durch keine Tür mehr passt!!! Ich glaube, diese Ausfallrate ist statistisch nicht mehr durch normale Alterung der Komponenten zu erklären. Auch die Post kann nicht immer schuld sein, in der Regel kam das Zeug gut verpackt und äußerlich unbeschädigt hier an. An Unvermögen meinerseits kann es (hoffentlich) nicht liegen, ich baue weiß Gott nicht erst seit ein paar Wochen PCs zusammen, ist ja auch kein Hexenwerk. Also bleibt nur ein Schluss zu ziehen: Es gibt einfach jede Menge Leute die überhaupt keine moralischen Bedenken haben, anderen für ihren Elektroschrott noch Geld abzuknöpfen, statt den ordentlich im Wertstoffhof zu entsorgen!

Stichwort Geld, ein kurzes Zwischenfazit: Für das Geld, das ich inzwischen in alte und oft defekte Hardware investiert habe, hätte ich mir locker die Xbox One mit ein paar Spielen oder die Grundausstattung für einen neuen PC kaufen können. Ich habe keine genauen Zahlen mehr, aber vielleicht ist das auch ganz gut so… Es lohnt sich also finanziell nicht die Bohne, sich selbst einen alten PC zusammen zu bauen. Zeitlich brauchen wir gar nicht drüber zu reden…

Zurück zum gestrigen Abend: Nachdem ich das Elitegroup- gegen das Gigabyte-Board getauscht habe, hatte ich endlich mal wieder ein kleines Erfolgserlebnis, der Pentium 3 mit 1GHz den ich einbauen wollte, läuft damit zwar nicht, aber der mit 500Mhz funktioniert, was mir auch ausreicht. Einziges Problem stellt (mal wieder) die 32-Gigabyte-Beschränkung des Chipsatzes dar, die einzige funktionierende IDE-Festplatte >4GB die ich noch da habe, hat 40. Und wie wir ja wissen ist es leider nicht so, dass dann einfach 32 GB erkannt werden und der Rest hinten runter fällt, sondern es werden nur 8 GB erkannt, was ein bisschen wenig ist… Uff…

Es gibt zwar ein BIOS-Update von Gigabyte, das ist aber zum einen eine Beta, zum anderen habe ich gerade etwas Bammel vor BIOS-Updates. Aber da ich eigentlich nicht gewillt bin, noch viel mehr Geld auszugeben, werde ich es riskieren. Dann dürfte das Board bis zu 75GB unterstützen. Ein wenig mehr Kohle habe ich dennoch ausgegeben, für 2 Gehäuselüfter inkl. passender Molex-Adapter und einen Kühler, den ich unter die Grafikkarte bauen werde, die passive gekühlte Voodoo 3  3000 wird nämlich gerne sehr heiß und sollte deswegen aktiv gekühlt werden. Die war zu teuer als dass ich da wegen ein paar Euro ein Risiko eingehen will.

Es bleibt also spannend, ich hoffe nur dass der Frustfaktor wieder etwas zurück geht, der kann einem echt den Spaß und die Vorfreude verderben!  Bleibt mit dran!

2 Kommentare

  1. Ich würde denken, dass die einfach dachten, die Dinger würden noch einwandfrei funktionieren, weil das Testen ja doch ein wenig mit Aufwand verbunden ist. Hast du die Leute denn mal darauf angesprochen?

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