„Tron 2.0“ auf GOG erhältlich (das YesterPlay dazu bei mir ;))

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Nachdem ich in den letzten Beiträgen hauptsächlich Gratis-Spiele und Angebote aufgelistet habe, nun zur Abwechslung mal wieder zu einem Re-Release, der Geld kostet: Tron 2.0 ist nun DRM-frei auf GOG.com erhältlich.

Auf Steam gibt es das Spiel schon länger, aber dort berichten viele User davon, dass sie es nicht mehr starten könnten. Ob das nun an DRM-Maßnahmen liegt, kann ich nicht beurteilen, meine Retailversion jedenfalls läuft auch auf Windows 10 noch, das gleiche scheint für den GOG-Release zu gelten. Regulär ist das Spiel auf beiden Plattformen für 9,99€ zu haben, aktuell  werden in der Winteraktion auf Steam nur 2,49€ und als Releaseangebot bei GOG nur 7,49€ fällig.

Ich habe bereits vor längerem ein Video samt Beschreibung zum Spiel auf YouTube veröffentlicht, die ich der Einfachheit halber ab hier kopiere:

Zum Film „Tron“, der 1982 in den US-Kinos anlief, muss ich wohl nichts mehr sagen, er und sein Kultstatus dürfte inzwischen allgemein bekannt sein, zumal er durch seinen „Nachfolger „Tron: Legacy“, der 2010 in den USA anlief, wieder vermehrt in den DVD-Regalen auftauchte und seither einem noch größeren Publikum bekannt sein dürfte.

Was aber allgemein weniger bekannt ist: Eigentlich hatte „Tron“ bereits einen offiziellen Nachfolger. So bezeichnete nämlich der Autor und Regisseur Steven Lisberger, der seinerzeit den Originalfilm realisierte, dieses Spiel hier, für das er entweder auch das Skript schrieb oder zumindest beratend tätig war, da variieren die Aussagen im Netz.

Die Handlung des Spiels findet ca. 20 Jahre nach den Geschehnissen des Films statt: Alan Bradley (in der englischen Fassung von Bruce Boxleitner, dem Darsteller aus dem Film von 1982, gesprochen) arbeitet immer noch bei EnCom und hat es geschafft, seinen begabten aber eher mäßig motivierten Sohn Jet in der Videospielabteilung von EnCom unterzubringen. Während eines Telefonats der beiden entdeckt die von Alan geschaffene KI Ma3a einen Virus im System und nur Augenblicke später wird Jet am Telefon Ohrenzeuge, wie sein Vater von offenbar unbekannten Eindringlingen überwältigt und scheinbar entführt wird. Als er daraufhin an dessen Arbeitsplatz nach dem Rechten sehen will, wird er kurzerhand von der Hilfe suchenden Ma3a digitalisiert und findet sich plötzlich, wie damals Kevin Flynn, im Computer wieder. Und schnell wird klar, dass es sich hier um mehr als einen kleinen Virenbefall handelt…

Wer den ersten Film mochte und auf Videospiele (konkreter: First Person Shooter) steht, für den dürfte „Tron 2.0“ die Erfüllung eines Traumes sein. Es gab zwar vorher bereits ein paar Arcadespiele die auf Tron basierten, aber keines davon hatte so viel Tiefgang wie „Tron 2.0“. Neben der eigentlichen Action entlang der Hauptstory kann das nämlich noch mit Rollenspielelementen und einer sich im Laufe des Spiels entwickelnden Hintergrundgeschichte aufwarten. Beides entfaltet sich durch im Spiel zu findende Subroutinen, Updatepunkte und Emails. Dabei sind Subroutinen neue Fähigkeiten, die Jet in unterschiedlichen Kombinationen einsetzen und hin und wieder verbessern kann. Updatepunkte erhöhen Jets Version und schlussendlich seine Grundfähigkeiten wie Energie, Gesundheit, etc. Und durch Emails wird neben der Hauptgeschichte des Spiels auch etwas das Verhältnis zwischen Alan und seinem Sohn beleuchtet.

„Tron 2.0“ visualisiert, wie schon der Film aus den 80ern, durch die passende Farbgebung, den Detailgrad und die Gestaltung der jeweiligen Umgebung wunderschön gängige Klischees und Vorstellungen davon, wie eine Welt innerhalb eines PCs oder Netzwerks aussehen könnte. Jedes Programm (also NPC) hat einen Namen, der häufig Rückschlüsse auf dessen Funktion zulässt, und oft bewusst humoristisch gewählt wurde. Die Musik, die immer wieder Melodien aus dem Film aufgreift und die „digitalen“ Umgebungsgeräusche untermalen die Kulisse stets passend und stimmungsvoll. Und durch immer wieder eingestreute Lichtrennerabschnitte kommt so schnell keine Langeweile auf.

Das Spie kann auch über Netzwerk oder Internet gespielt werden, wobei der Hersteller bei letzterem von Lichtrennerduellen abrät, weil es durch die leider unvermeidliche Verzögerung bei der Übertragung die schnelle nötige Reaktionszeit so gut wie nicht erreichbar ist.

„Tron 2.0“ hat eine recht aktive Modding-Community, die unter anderem auch die erweiterten Features und Funktionen aus dem Konsolenport „Tron 2.0: Killer App“ auf das PC-Spiel portiert hat. Ich habe bisher keine MOD installiert, das steht aber noch auf meiner Liste, wenn ich das Spiel (wieder) durchgespielt habe.

Für mich ist „Tron 2.0“ das ultimative Spiel aus dem Tron-Universum, keines davor oder danach hat den Flair, den Stil und die Idee so liebevoll und einfallsreich umgesetzt. Für jeden Fan ein absoluter Must-Play-Titel!

Hier bekommt ihr mehr Info über das Spiel und hier findet Ihr die erwähnte Community und deren MODs.

2 Kommentare

  1. Das liegt auch noch bei mir im Regal und wartet auf seinen Einsatz. Cool, dass man sogar die Erweiterungen aus dem Xbox-Port per Mod zuschalten kann.

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