YesterPlay: Hard ’n‘ Heavy (C64, Rainbow Arts, 1989)

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Das Cover der originalen "Giana Sisters"
Das Cover der originalen „Giana Sisters“

Dem Kenner wird der Titelbildschirm bereits seltsam vertraut vorkommen. Zu recht, denn eigentlich sollte dieses Spiel hier ursprünglich als Nachfolger des berühmt-berüchtigten „Giana Sisters“ veröffentlicht werden und ein ähnliches Motiv erhalten. Da man sich mit diesem Titel aber, was Markenrechte anging, etwas in die Nesseln gesetzt hatte, wurden sicherheitshalber die beiden Mädels Giana und Maria durch die Roboter Heavy und Metal ersetzt und das Spiel als „Hard ’n‘ Heavy“ veröffentlicht, um weiterem Ärger möglichst aus dem Weg zu gehen.

Das geplante Cover für "Giana Sisters 2"
Das geplante Cover für „Giana Sisters 2“

Das klassische Jump ’n‘ Run Gameplay wurde nun um die Notwendigkeit zu schießen erweitert, was sich ähnlich anfühlt wie bei „Super Mario Bros.“ mit den Feuerblumen. Kontakt mit den Gegnern führt nun zum Verlust eines Lebens, man sollte es also tunlichst vermeiden, diesen auf den Kopf zu springen. Ansonsten merkt man dem Spiel seine Herkunft aber deutlich an, die parallelen zum Vorgänger sind überall sichtbar.

Das finale Cover für "Hard 'n' Heavy"
Das finale Cover für „Hard ’n‘ Heavy“

Ganz so flüssig und geschmeidig wie dieser spielt sich das Spiel aber nicht, finde ich. Der Schwierigkeitsgrad ist ein ganzes Stück höher und entsprechend mehr Geduld muss man mitbringen, auch bleibt meiner Meinung nach die Musik diesmal nicht so im Ohr wie zuvor bei den Schwestern, obwohl auch hierfür wieder Chris Huelsbeck verantwortlich zeichnete. Nichts desto trotz ist das Spiel ein guter Platformer, wenn auch nicht ganz auf dem Level der legendären Geschwister.

Ein Kommentar

  1. Hard´n´Heavy habe ich als Spiel in Erinnerung, welches ich damals wirklich gerne spielte. Jetzt, als ich mir dein Video ansah frage ich mich allerdings ernsthaft, warum dies so war…
    Die Gegnersprites wirken, als wären sie im letzten Moment gerade noch umgezeichnet worden – der Wizball auf LSD hinterlässt zumindest den Eindruck. Vielleicht hätte es auch einfach geholfen, auf das scrollende „Muster“ im Hintergrund zu verzichten, damit der Bildschirm nicht so überladen wirkt.
    Du hat Recht – der Spielfluss ist leider dahin. Ich denke das liegt unter Anderem an der von den Schwestern übernommenen Sprungphysik, welche imho nicht zum Levedesign, welches man am Besten mit den Underground-Levels aus Giana Sisters vergleichen kann, passt.

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