YesterPlay: Manx TT Superbike (Arcade, Sega, 1995)

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Früher gab es in Würzburg eine Diskothek, in der nur Rock und Metal gespielt wurde, der „Rock-Palast“ (RIP!), wo wir uns am Wochenende recht häufig aufhielten. Abgesehen von der Musik hat mich auch ein gewisser Automat immer wieder dort hingezogen: „Manx TT Superbike“ von SEGA.

Das Spiel huldigt voll und ganz den jährlich stattfindenden Straßenrennen auf der Isle Of Man, dem Manx Grand Prix (das leichtere Rennen) und der Isle Of Man Touring Trophy (kurz TT, das schwerere Rennen) mit 2 stellvertretenden Strecken, die aber deutlich kürzer, dafür wahrscheinlich kaum weniger malerisch als die realen Strecken sind. Dabei ist jedoch nur die TT-Strecke tatsächlich einem Teil der realen Strecke nachempfunden, die Laxey Coast ist ein fiktiver Kurs der sich nur optisch an echten Landmarken auf der Isle Of Man bedient.

Die größte Besonderheit des Spiels, neben der schnellen und wunderschönen Grafik, war der Aufbau: Während man bei früheren Motorradrennspielen mit entsprechendem Cabinet noch die Füße auf dem Boden hatte (wie z.B. bei „Hang On“ und „Super Hang On“) und mit den Beinen das ganze lenkte, bot „Manx TT“ einen Aufbau, bei dem man wie bei einem echten Motorrad die Füsse auf Rasten stellen konnte und dadurch das Motorrad durch Neigung des ganzen Körpers steuern musste/konnte. Das fühlte ich gleich nochnmal viel dynamischer an und verlieh dem ganzen noch eine gute Spur mehr Rennfahrerfeeling. Das ganze gab es in Ausführungen von einem bis zu 4 Spielern, mit 2 Twin-Cabinets. Das Spiel wurde für Saturn und PC umgesetzt, beide Portierungen sind sehr gut gelungen.

„Manx TT Superbike“ erschien auf Segas Model 2 Hardware, der damals stärksten Spielhallenhardware. Die originale Auflösung betrug, anders als hier im Video, 496 × 384, da diese oder eine ähnliche Auflösung aber im Model-2-Emulator, den ich hier benutze, nicht wählbar ist, habe ich mich direkt für die Bildausgabe in FullHD entschieden, das Spiel sieht hier also besser aus als seinerzeit in der Spielhalle.

Aufgenommen habe ich es diesmal mit PlayClaw 5, das scheint jetzt mit der neuesten Version mit dem M2-Emulator besser klar zu kommen, auch wenn die Aufname immernoch nicht 100%ig flüssig ist (auf dem PC läuft es mit butterweichen 60 Bildern pro Sekunde).

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