YesterPlay: Operation Wolf (MS-DOS, Taito, 1989)

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„Operation Wolf“ habe ich, wie sollte es anders sein, in einer Spielhalle in Italien kennen gelernt. Das muss allerdings schon mitte der 90er gewesen sein, obwohl das Spiel berits 1987 veröffentlicht wurde. Leider hatte ich nicht viel Zeit, mich mit dem Spiel zu beschäftigen, da wir 2 Tage später die Heimreise antreten mussten. Es blieb also vorerst leider bei einem Abend und ein paar Münzen, die ich in den Railshooter investieren konnte.

Zurück in der Heimat mobilisierte ich sogleich den ganzen Freundes- und Bekanntenkreis (heute würde man das „Networking“ nennen) und bekam so nach „nur“ ein paar Wochen über einige Umwege vom völlig unbekannten Freund eines Mädels, dessen Cousin ein Bruder eines Freundes eines Klassenkamerades war (oder so ähnlich ;)), eine Kopie des Spiels für den PC. Anders war es damals kaum möglich an das Spiel zu kommen, da es in Deutschland auf dem Index stand.

Das Spiel ist eine recht gelungene Umsetzung des Spielhallenoriginals. Soundtechnisch fällt es deutlich spärlicher aus, es kann grafisch aber überraschend gut mit dem Automaten mithalten. Leider ist der Schwierigkeitsgrad so hoch, dass ich es so gut wie nie über das 2. Level hinaus geschafft habe.

Neben dem PC wurden seinerzeit so gut wie alle anderen Heimcomputersysteme sowie sämtliche 8-Bit-Konsolen mit einer Umsetzung bedacht. Seit 2008 kann die NES-Version auf der Virtual Console der Wii bezogen werden. Die Umsetzung für Amstrads CPC ist dabei die einzige Heimversion, die eine Lightgun unterstützt. Die Spielhallenversion wurde auf der Collection „Taito Legends“ 2005 für den PC, die PS2 und die Xbox wieder veröffentlicht, allerdings nur außerhalb Deutschlands, da zu diesem Zeitpunkt die Indizierung noch nicht abgelaufen war.

3 Kommentare

  1. Operation Wolf scheinen ja alle im Urlaub gespielt zu haben. Ich auch. Vor Jahren in Spanien. Du ja in Italien. Überhaupt, habe ich nach den 80er, als die Spielhallen in Deutschland quasi ausgestorben sind, Arcade-Automaten meist in Spanien bespielt. Da stehen ja heute noch welche rum.

    Und vor kurzem auf MAME. Ist immer noch ein klasse Spiel. Die Retro Gamer hat vor einiger Zeit auch einen schönen Artikel über die Entstehung des Automaten veröffentlicht. Das finde ich ja immer interessant zu lesen, vor allem wenn die Entwickler zu Wort kommen.

    1. Man musst ja quasi ins Ausland ausweichen, wenn man es spielen wollte. Die Spielhallen wurde ja erfolgreich ausgerottet, die Heimversionen indiziert, MAME und Internet in der Wohnung gab es (zumindest bei uns) noch nicht. Da blieb nur die Flucht.

      Den Artikel würde ich auch gerne mal lesen, ich recherchiere mal. Würde gerne bei viel mehr Spielen wissen, wie und warum sie zu Stande kamen.

  2. Operation Wolf habe ich erst vorletzten Sommerurlaub (also 2016) in Bibione endlich am Automaten mit Maschinengewehr spielen dürfen. Davor kannte ich es nur vom Commodore64 (Das Problem mit dem Index gibts bei uns in Osterreich ja gottseidank nicht). Gespielt habe ich es trotz des Schwierigkeitsgrades, welcher nicht zuletzt wahrscheinlich auf die Steuerung per Joystick zurückzuführen ist, recht gerne. Die Grafik kannst du natürlich mit der Automatenversion nicht vergleichen 😉

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