YesterPlay: Super Monaco GP (Arcade, Sega, 1989)

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„Super Monaco GP“ erschien bereits 1989 erstmals in den Spielhallen, ich sah das Spiel erst in den frühen 90ern zum ersten Mal in Italien. Und obwohl es inzwischen echte 3D-Rennspiele gab (also mit Polygongrafik) faszinierte mich die detailreiche und pfeilschnelle Pseudo-3D-Grafik, die Segas „X Board“ damals förmlich auf den Bildschirm schmetterte, immer noch total!

Die „X Board“ Spielhallenplatine war eine der Platinen auf denen Segas „Super Scaler Chip“ seinen Zauber wirkte: Dank diesem konnte man 2D-Sprites super schnell und flüssig skalieren und rotieren, was bei entsprechend perspektivisch gezeichneten Sprites, wie hier bei den Streckenbegrenzungen beispielsweise, einen räumlichen Effekt erzeugte, der echtem 3D sehr nahe kam. Einige der bekanntesten Spielhallenklassiker aus dem Hause Sega nutzten diese Technik, z.B. „Space Harrier“, „OutRun“ oder „Super Hang On“. „Super Monaco GP“ war übrigens eins der ersten Spiele, in denen man einen Rückspiegel hatte.

Das Gameplay orientierte sich auch 7 Jahre später noch an Namcos „Pole Position“: Das Spiel konzentriert sich auf eine Rennstrecke. Es gilt zuerst eine Qualifikationsrunde auf einem kleineren Streckenabschnitt zu meistern, bevor man auf der kompletten Strecke ins große Rennen gehen darf. Hat man auch dieses gewonnen, was nicht leicht aber mit etwas Übung machbar ist, darf man auf der gleichen Strecke bei Regen nochmal antreten. Weiter bin ich bisher leider nicht gekommen.

Ich denke, das Video spricht für sich: Das ist Spielhalle, das ist Action, das ist Sega! So gut mir auch die später veröffentlichten Mega Drive Versionen des Spiels und seines Nachfolgers gefielen, diesen Detailreichtum und diese Geschwindigkeit bot leider keine von ihnen. Dafür konnte man zu Hause an der Konsole auf viel, viel mehr Strecken fahren und sogar eine komplette Meisterschaft bestreiten. Aber dazu evtl. mehr in einem späteren Video.

„Super Monaco GP“ läuft hier im Emulator MAME, der das Spiel fast perfekt emuliert, einzig mit den Sprachsamples gibt es Probleme. Für die Aufzeichnung kam wieder PlayClaw 5 zum Einsatz.

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