YesterPlay: Surprise Attack (Arcade, Konami, 1990)

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An „Surprise Attack“ erinnere ich mich gut, weil der Name hier wirklich Programm ist…

Auf den ersten Blick (und in den ersten Leveln) übernahm Konami einfach 1:1 die Spielmechanik von SEGAs „Shinobi“ in ein Weltraumsetting: Wie im SEGA-Vorbild könnt ihr hin und wieder durch einen Sprung zwischen Vorder- und Hintergrund wechseln, sterbt beim ersten Treffer und sammelt statt entführter Kinder hier Bomben ein, um das nächste Level freizuschalten. Soweit war „Surprise Attack“ ein zwar gut gemachtes aber ansonsten eher unspektakuläres Arcade-Spiel.

Aber bereits nach kurzer Zeit kommt ein neues, recht cooles Element hinzu: Die Schwerkraft. Die lässt sich in vielen Leveln nämlich überwinden, was dazu führt dass man nun nicht mehr zwischen Hinter- und Vordergrund, sondern zwischen Boden und Decke hin- und her springen muss, was erst mal etwas der Gewöhnung bedarf, sich aber verdammt cool anfühlt, wenn man den Bogen mal raus hat.

Habt ihr einen Level gemeistert und den Endgegner ausgeschaltet, dürft ihr, ebenfalls wie in „Shinobi“, eine Bonusrunde spielen. Und spätestens jetzt wird es wirklich überraschend! Denn diese sind, völlig untypisch, nicht auf Geschick ausgelegt, sondern auf Wissen: Ihr spielt ein Quiz! Ja, genau, nach der ganzen Springerei und Ballerei dürft ihr nach jedem Levelboss 10 Multiple-Choice-Fragen aus den Bereichen Science Fiction, Raumfahrt und Wissenschaft beantworten!

Diese etwas seltsame Genrekombination macht „Surprise Attack“ zu etwas Besonderem, trotz der Ähnlichkeiten mit „Shinobi“ ist es kein plumper Klon, sondern kann dank einiger neuer Ideen einen ganz eigenen Charme entwickeln. Schade, dass es das Spiel nie aus der Spielhalle hinaus geschafft hat, es wurde bis heute für kein einziges Heimsystem umgesetzt oder neu veröffentlicht! 🙁

Ein Kommentar

  1. Da ich bezüglich Arcadeautomaten nicht ganz so erfahren bin, kanne ich auch diesen Titel nicht. Erst dachte ich mir: Ui, Shinobi ohne Gravitation, omg! Als ich aber dann das Video sah, dürfte Suprise-Attack glücklicherweise doch etwas langsamer sein als Shinobi, was es aber wohl nicht einfacher macht, wenn der Bildschirm mit gefühlten 259 Geschoßen gefüllt ist 😉

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