YesterPlay: Tasac 2010 (SuperVision, Thin Chen Enterprise, 1992)

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„Tasac 2010“ war das zweite und letzte Spiel, dass ich seinerzeit für das SuperVision-Handheld besass. Für 5 DM damals, zusammen mit dem Handheld und dem Spiel „Crystball“ im Ausverkauf irgendwo in Nürnberg mitgenommen und trotz seines recht simplen Aufbaus doch recht häufig gespielt. Das Gameplay bietet überschaubare Abwechslung, es gibt nur einen Hintergrund, 2 verschiedene Waffentypen und die verschiedenen Gegnertypen erscheinen immer in den gleichen Kombinationen,  jeder gewöhnliche Gegner hält jeweils auch nur einen Treffer aus. Zumindest bei der gelungenen und für die Sorte Spiel etwas zu fröhlichen Musik gibt es aber mehr Auswahl.

Leider ist „Tasac 2010“ technisch eine mittlere Katastrophe, ob das jetzt den Fähigkeiten / der Motivation der Entwickler oder tatsächlich der Hardware anzukreiden ist, kann ich mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht beurteilen. Aber so oder so wird man das ganze Spiel hindurch, besonders bei den Levelbossen, von flackernden Sprites und teilweise massiven Slowdowns begleitet.

Besonders wegen dieser technischen Unzulänglichkeiten braucht man etwas Geduld, um „Tasac 2010“ durchzuspielen, obwohl der Schwierigkeitsgrad eher niedrig ist. Und wenn man das dann geschafft hat, entwickelt die bereits erwähnte Simplizität beinahe echten Retro-Charme, denn dann geht es nach dem neunten und „letzten“ Level einfach wieder in Level 00 weiter und von vorne los.

Warum ich es trotz all seiner Mankos doch so häufig gespielt habe? Zum einen hatte ich schlicht keine Alternative, das SuperVision war damals mein einziges Handheld und ich hatte eben nur 2 Spiele dafür. Zum anderen hat mir die Einfachheit des Spiels damals schon gefallen, es erinnert(e) in seiner Mechanik sehr an die klassischen Arcadeshooter vor den ganzen Bullet-Hell-Spielen. Weniger ist manchmal eben mehr.

 

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