Super Dangerous Dungeons (PC, Adventure Islands, 2018)

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Heute werfen wir mal wieder einen Blick auf ein neueres Spiel. Vielen von Euch werden es dennoch bereits kennen: Es ist ein Remake des bereits 2011 erschienenen Flash-Spiels “Dangerous Dungeons” und als kostenlose Flash-Variante im Netz und für Mobilgeräte bereits seit 2015 erhältlich. Ich habe den Key dafür vorab vom Entwickler direkt bekommen, das Spiel ist aktuell offiziell noch in der Beta-Phase. Das bedeutet, dass sich bis zum Release am 2. Juli auf Steam noch das Eine oder Andere ändern kann. Sollte dem so sein, werde ich das folgende Review entsprechend aktualisieren.

GAMEPLAY

Die Story, fix in einer Sprechblase erklärt

“Super Dangerous Dungeons” von Adventure Islands ist ein Platformer, wie er klassischer kaum sein könnte. Ziel des Spiels ist es, auf der Suche nach einem legendären Schatz mehrere Dungeons zu durchqueren und dabei möglichst alle Schätze einzusammeln. Das ist natürlich kein einfacher Sonntagsspaziergang, denn wie der Name bereits andeutet: Die Dungeons sind super-gefährlich! Unser schatzsuchender Die… äh… Abenteurer Timmy muss also erwartungsgemäß allerlei Fallen überwinden, um in jedem Level zuerst den Schlüssel für und dann den Ausgang selbst zu erreichen. Stacheln, Lava, Speere, sich bewegende Plattformen, bröckelige Böden, Feuerbälle, Wasser, Gruben, schwingende Morgensterne, herumfahrende Sägeblätter… Die Möglichkeiten den digitalen Löffel abzugeben sind mannigfaltig. Dabei gilt ganz die alte Schule: Checkpoints gibt es keine, stirbt unser Timmy, müssen wir den Raum von vorne beginnen.

Ohne die Kisten kommt Timmy hier nicht heraus.

Als ob das nicht schon aufreibend genug wäre, müssen hin und wieder zwischen all den Fallen auch noch Kisten durch die Todeskammern geschoben werden, um wieder aus ihnen heraus zu kommen. Diese Rätsel sind aber weder allzu häufig noch allzu kompliziert, in der Regel ist der Weg, den die Kisten gehen müssen, eindeutig vorgegeben.

Mein Schaaaaaaaatz!

Sind alle normalen Räume eines Dungeons gemeistert, versucht im jeweils letzten Raum schließlich auch noch ein riesiger Bossgegner unseren Timmy daran zu hindern, mit den erbeute…, Verzeihung, geborgenen Wertgegenständen den Dungeon wieder zu verlassen. Um diesem zu entkommen muss man es aber nicht direkt mit ihm aufnehmen, sondern vor ihm flüchten. Was leichter gesagt als getan ist, hier ist dann nicht mehr nur Geschicklichkeit sondern auch Schnelligkeit gefragt. Gelingt die dramatische Flucht, geht das Spiel nahtlos im nächsten Dungeon weiter. Diese haben immer ein bestimmtes Element als Thema, nämlich Gras/Erde, Wasser, Feuer, Elektrizität und, nur in der Mobile und PC-Version, Sand. Besonders begabte, motivierte oder frustresistente Abenteurer können übrigens in jedem davon einen geheimen Raum entdecken. Dieser ist zwar extra knifflig, belohnt einen aber mit einem zusätzlichen Edelstein! Wofür die möglicherweise gut sind, darf aber jeder für sich herausfinden…

GRAFIK & SOUND

Darf natürlich in keinem klassischen Platformer fehlen: Lava

Das “Super”-Upgrade im Namen verrät es vielleicht schon: Sah “Dangerous Dungeon” noch aus wie ein NES-Spiel, präsentiert sich das Remake hier im schönsten SNES-Look. Farbenfrohe Pixel wohin man blickt also! Wäre nicht das Breitbildformat, man könnte tatsächlich glauben, wieder vor einem echten Super Nintendo zu sitzen. Der Sound trägt dazu nicht unwesentlich bei, der Chiptune-Künstler KungFuFurby zauberte einen authentischen Soundtrack, der den Retronerv zusätzlich kitzelt.

Der geheime Raum im Wasser-Dungeon

Gespielt wird das Spiel wahlweise mit der Tastatur oder einem Controller, hierbei funktioniert aber aktuell immer nur der erste Controller, wer mehr als einen nutzt muss also unter Umständen welche abziehen oder deaktivieren. Einen Multiplayer-Modus gibt es nicht, kompetitive Zeitgenossen können das Spiel aber optional im “Full Time Trial”, also am Stück gegen eine Bestzeit, spielen und sich so über die Online-Bestenlisten indirekt mit anderen Abenteurern messen.

FAZIT

“Super Dangerous Dungeons” bietet nicht nur feinstes klassisches Gameplay im Retrogewand, es ist auch ein hervorragender Vertreter der “Nur-noch-ein-Level!”-Spiele. Hat man einmal angefangen, hört man so schnell nicht wieder auf. Das simple aber herausfordernde Gameplay und die sympathische Präsentation fesseln einen regelrecht an den Bildschirm!

Ein Königreich für einen Sicherungskasten!

Das Spiel wird am 2. Juli 2018 exklusiv bei Steam für 4,99€ erscheinen. Ob es das jemandem, der das Spiel schon im Browser oder gar auf dem Mobilgerät durchgespielt hat, wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Man bekommt dafür jedenfalls eine absolut werbefreie Version mit Controllersupport, Erfolgen, Cloudspielständen und Online-Bestenlisten. Wer das Spiel nur aus dem Browser kennt, kann sich auf einen neuen Dungeon freuen. Und der finnische Entwickler, der das ganze Spiel, bis auf die Musik, alleine entwickelt hat, würde sich über ein wenig monetäre Wertschätzung sicher auch freuen! Vielleicht wird dann ja auch etwas aus der MacOS-Version, die zwar angedacht ist aber noch nicht umgesetzt werden konnte. 😉

Allen, die bisher gar keine Version des Spiels gespielt haben, kann ich das kurzweilige und sympathische “Super Dangerous Dungeons” nur ans Herz legen!

Für alle unentschlossenen hier noch ein kurzes Video, das jeweils die ersten Räume jedes Dungeons zeigt. Keine Sorge: Die echten Herausforderungen kommen später im Spiel.

(P)review: Super Dangerous Dungeons (PC, Adventure Islands, 2018)

2 Kommentare

  1. Habs mir gekauft (kostet ja nicht die Welt) und gleich am Stück durchgespielt. Hat zwar nur ca 2 Stunden in Anspruch genommen, aber wenn ich den Preis in Kinokarten umrechne, ists trotzdem noch OK – ich könnte ja noch die Speedruns machen. Erinnert mich irgendwie an Rick Dangerous, da stirbt man genauso flott 😉
    Die Pixelgrafik und besonders die Animationen sind sehr nett anzusehen – zur Musik kann ich Nichts sagen, ich hatte den Ton aus 😉

    Am härtesten fand ich übrigens das “Elektro” und Wasser Speziallevel. Besonders Letztes hat mich dezent aggressiv gemacht…

    1. Der Elektrolevel hat mich, glaube ich, auch die meisten Nerven gekostet, insgesamt und der Bonuslevel erst recht. Den Wasserlevel fand ich eigentlich recht einfach.

      Die Musik ergänzt die Grafik und die Animationen übrigens wunderbar, perfekter 16-Bit-Sound der direkt aus einem SNES erklingen könnte. Ich kann nur empfehlen, das Spiel nochmal mit eingeschaltetem Ton zu spielen.

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